Klärungstreffen von IT-Partnerunternehmen
Mehrere Partnerunternehmen in der IT-Branche treffen sich, um Reibungen zu klären und die weitere Zusammenarbeit abzustecken
Eine Open-Source-Software für Kleinunternehmen zu erstellen, zu vertreiben und zu betreuen ist an sich schon eine große Herausforderung. Wenn dann noch zwischenmenschliche Reibungen hinzukommen, kann so etwas auch kollabieren.
Es war noch nicht ganz so weit, aber vielleicht kurz davor, als mehrere Partnerunternehmen zu ihrem Jahrestreffen zusammenkamen. Skeptisch aber voller Hoffnungen waren die meisten angereist. Fast alle fragten sich, ob dieser Workshop etwas bringen kann.
In den lezten Monaten waren aufgrund hohen Marktdrucks und persönlichen Veränderungen bei einzelnen Partnern Friktionen in die Zusammenarbeit gekommen. Der Ausschluss eines Partners, der sich nicht an die Regeln der Partnerschaft hielt, ließ das Fass überlaufen.
So war vollkommen offen, ob diese Partnerschaft überhaupt weitergeführt weren kann und wie die Zukunf tfr alle aussehen wird.
Die Akteure hatten sich zweieinhalb Tage Zeit genommen und waren alle in Präsenz zusammengekommen, obwohl sie aus verschiedenen Regionen Deutschands und der Schweiz kamen. Ein Investition, die sich lohnen sollte.
Die Stimmung war anfangs äußerst angespannt. Insbesondere diejenigen, deren Verhalten man kritisch bewertete, waren sichtlich angespannt. Doch die Spannung legte sich mit der Zeit, als deutlich wurde, dass es überhaupt nicht darum ging, zu beschuldigen oder zu kritisieren.
Restorative Circle - die Methode der Wahl - will nur das gegenseitige Verstehen befördern: was hat eine Handlung bei anderen bewirkt und warum hat die Person so gehandelt? Und das ist offenbar sehr gut gelungen, denn zu Beginn von Tag zwei, ließ eine Person - sichtlich aufgeregt - die anderen wissen, dass es ihr wirklich leit täte, wie sie gehandelt hatte.
Eine Welle der Erleichterung und Entspannung machte sich bei den anderen breit und es war klar, dass nun nach vorne geschaut werden konnte.
Zunächst wurde analog der Methode Convergent Facilitation festgehalten, was allen für die künftige Zusamenarbeit wichtig ist.
Auf dier Grundlage waren dann schnell mehrere Themen identifiziert, die eine Klärung oder Planung erforderten. In Teilgruppen wurden Lösungen entwickelt und anschließend im KonsenT verabschiedet.
Der dritte Tag wurde vormittags noch dazu genutzt, konkrete Aktivitäten zu planen und mit Verantwortungen zu versehen.
"Et hät noch ens joot jejange" würde man in Köln vermutlich dazu sagen.
