Diverse Stakeholder entwickeln gemeinsam eine neue Struktur für die DGE Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung

"So können wir das machen"

Eine Krankenkasse entwickelt und verabschiedet ein Einführungskonzept gemeinsam mit allen MitarbeiterInnen

Eine kleine Krankenkasse, die sich insbesondere durch ihren direkten Kundenkontakt von den großen Playern abhebt, wollte dieses Alleinstellungsmerkmal beibehalten und aus strategischen Gründen sogar noch ausbauen und intensivieren. Der Vorstand entschied deshalb schon vor einiger Zeit, ein bestimmtes Kommunikationskonzept einzuführen, in dem Zuhören und Wertschätzung eine wichtige Rolle spielen - gegenüber den Versicherten, aber auch in der internen Kommunikation.

Die Resonanz bei den MitarbeiterInnen darauf war teilweise gut, teilweise aber auch verhalten bis ablehnend. Die Sorge war vor allem, dass man sich bei Anwendung des neuen Kommunitationskonzeptes nicht mehr authentisch verhalten könne und mit den Versicheren nicht mehr so mit sprechen könne, wie einem der Schnabel gewachsen ist.

Der Vorstand entschied deshalb, dass die Einführung nur im Einvernehmen mit allen MitarbeiterInnen erfolgen soll.

In einem ersten Treffen mit den über 70 betroffenen Mitarbeiterinnen wurde das neue Kommunikationskonzept zunächst noch einmal beraten. Stimmungen und Meinungen wurden aufgenommen und es entstand ein Gesamtbild, wie über das neue Modell gedacht wird.

Anhscließend wirde gemeinsam eine Art Anforderungskatalog erstellt. Die Leitfrage dafür war: „Wenn wir das Konzept schon umsetzen, was ist dir dann für die Einführung und Umsetzung denn wichtig, damit du gut mitgehen kannst?“

Dabei wurden sehr viele Aspekte benannt, die nicht mit dem Kommunikationskonzept selbst zu tun hatten, sondern mit der Umsetzung. Vielen war beispielsweise wichtig, dass alle auf dem gleichen Schlungsstand sind oder man stufenweise vorehen kann, dass es Austausch und Cochingmöglichkeiten gibt, um mt dem neuen Konzept Zug um Zug gut zurecht zu kommen und dass es nachwie vor auch gewisse Freiheitsgrade in der Kommunikation gibt.

Dnach wurde eine Freiwilligengruppe zusammengestellt, in der nicht nur Befürworter vertreten waren, und von allen mandatiert. Diese Gruppe entwickelte auf Grundlage des Anforderungskatalogs innerhalb weniger Wochen ein Einführungskonzept.

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In einem zweiten Workshop mit allen wirde das Konzeot vorgestellt und von allen intensiv beraten. Schließlich schätzten alle ein, wie gut das Einführungskonzept die aufgestellten Anforderungen abdeckt. Anschließend wurden einzelne Aspekte, nämlich dort, wo das noch nicht ganz so gut gelungen war, noch gemeinsam verbessert.

Obwohl das Kommunikationskonzept selbst nicht zur Debatte stand, wurde das Einführungskonzept dafür schließlich einstimmig verabschiedet!

Die Methode Convergent Facilitation ermöglicht genau das.